EMS-Geräte

Was ist EMS?

Elektrische Muskelstimulation- EMS- wird schon über viele Jahre hinweg in der medizinischen Rehabilitation als Therapie eingesetzt. Sie wird unter anderem zur Vermeidung von Muskelschwund oder Wiederherstellung von Muskelatrophien durch Inaktivität von Gelenken, durch Brüche, Gelenkerkrankungen und Gelenkverletzungen eingesetzt. Man verbessert die Koordination und Ansteuerung, und durch EMS kann die Muskulatur aufgebaut werden.

Wie EMS funktioniert?

Bei der EMS, der künstlich erzeugten elektrischen Stimulation eines Muskels, werden Impulse mit niedriger Frequenz dazu benutzt, unter der Haut liegende Nerven anzuregen, welche dann die dazugehörigen Muskelgruppen ansprechen. Der Muskel kann nicht unterscheiden, ob der Impuls nun vom Gehirn kommt oder von außen, also den auf der Haut angebrachten Elektroden, - er reagiert wie gewohnt auf den Reiz, spannt an und verbraucht auch demzufolge durch die geleistete Arbeit Energie.

Elektrodenplatzierung

Einer der wichtigsten Umstände für eine Erfolgreiche Behandlung ist die Platzierung der Elektroden. Hier müssen sowohl Arzt als auch Patient ihre Bereitschaft zum Experimentieren zeigen, denn nur so findet sich die individuell beste Möglichkeit der Elektrodenplatzierung. Das ist notwendig, denn jeder Patient reagiert auf elektrische Nervenstimulation anders und die Einstellungen bzw. die Platzierung der Elektroden kann bei ihm von der Norm abweichen. Ist der Verlauf der Ersten Behandlung erfolgreich, so muss natürlich nicht weiter ausprobiert werden.

Angrenzende Platzierung

Hier werden die Elektroden nahe an das Schmerzareal oder um das herausgefundene Schmerzareal platziert, so kann der Strom durch oder um das Schmerzareal fließen. Diese Methode ist besonders geeignet bei Gliederschmerzen, die tief im Gewebe lokalisiert wurden. Durch Platzierung der Elektroden auf gegenüberliegenden Seiten, kann der Strom direkt durch das Schmerzareal fließen.

Behandlungsdauer und Anwendungshäufigkeit

Die Behandlungsdauer variiert von 20- 50 Minuten, aber im Durchschnitt erzielt man mit einer Behandlungsdauer von 30 Minuten einen guten Erfolg. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit eine Stimulation mit geringer Intensität durchzuführen, die mehrere Stunden dauern kann. Dazu sollte man erfahrungsgemäß Geräte benutzen, die es ermöglichen, eine modulierte Stromform zu nutzen. Ansonsten könnte eine Gewöhnung der transkutanen elektrischen Nervenstimulation einsetzen und der Therapieerfolg verringert sich oder hört auf. Während akute Schmerzen nach wenigen Sitzungen abklingen, erfordern chronische Schmerzen in der Regel eine längere Therapiezeit, die sich unter Umständen über Jahre erstrecken kann. Hier bietet sich besonders die Heimtherapie an, die man mit einem Facharzt besprechen sollte. Bei der Langzeit- Behandlung sollte berücksichtigt werden, dass eine Schmerzsensibilisierung durch gleich bleibende Stimulationsparameter eintreten kann. Moderne Geräte bieten deshalb unterschiedliche Stimulationsprogramme, die abwechselnd genutzt werden sollten.